Die Alternative zur privaten Pflegeversicherung

Die private Pflegeversicherung soll im Pflegefall die vernünftige Versorgung eines Pflegebedürftigen garantieren. In der Praxis reicht die Pflegestufe aber meist nur für das nötigste – wenn überhaupt. Um nicht auf Angehörige angewiesen zu sein und nicht später die komplette Rente für zusätzliche Leistungen des Pflegedienstes auszugeben sollte schon in jungen Jahren eine zusätzliche Absicherung stattfinden. Denn je jünger ein Mensch beim Abschluss einer entsprechenden Police ist, desto günstiger fallen die Raten aus – teilweise um bis zu 90 Prozent .
Die Varianten sind zahlreich. Viele private Krankenkassen bieten unzählige Varianten von Zusatzversicherungen an, über die bestimmte Sonderfälle zusätzlich abgesichert werden können. Die Bedingungen sind dabei aber oft undurchschaubar und im vermeintlichen Schadensfall findet der Versicherer oft noch ein Schlupfloch um fällige Zahlungen zu vermeiden.
Eine Alternative bietet sich mittlerweile über die Riesterrente an. Das ist zwar keine klassische Versicherung, bietet aber einige entscheidende Vorteile:
- Sie ist staatlich gefördert, was die zu erreichende Rendite
- Sie wird nicht nur im Krankheits- oder Pflegefall ausgezahlt
- Die Leistungen sind genau definiert und gesichert
So können Sie – sofern Sie wie gehofft gesund in Rente gehen von einem zusätzlichen Bonus zur staatlichen Rente profitieren, während im Pflegefall zusätzliche Finanzmittel für die pflegenden Angehörigen oder den Pflegedienst bereitstehen.
Da die jährlichen Steigerungsrate der staatlichen Rente kaum noch die „echten“ Teuerungsraten ausgleicht ist es ohnehin vernünftig, frühzeitig für einen kleinen Zusatzbonus zu sorgen um nicht in den Klauen der Altersarmut zu landen. Und wer will in seinem Ruhestand oder in der Krankheit schon von seinen Kindern abhängig sein oder Ihnen über die Gebühr zur Last fallen.
Ein kleiner Tipp am Rande: Unter den verschiedenen Formen der Riesterrente scheint ein einfacher Banksparplan die sicherste und lohnendste zu sein. Bei diesem fallen nur wenige Gebühren an, es gibt keine überzogenen Provisionen für den Zwischenhändler, die Rendite ist klar und die Anlageform sicher.

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Pflegeversicherung mit höheren Leistungen

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung wurden zum Jahresanfang 2010 erhöht. In der ersten Pflegestufe wurde die monatliche Zahlung von 420 auf 440 Euro angehoben. Die zweite Pflegestufe verzeichnet eine Anhebung von 980 auf 1040 Euro und in der dritten Stufe beläuft sich die Zahlung nun auf 1.510 statt 1.470 Euro pro Monat. Beim Pflegegeld wurde die Leistung der ersten Stufe um 10 Euro auf 225 Euro angehoben und in der zweiten sind es 430 statt 420 Euro während man in der dritten Stufe nun mit 685 Euro immerhin zehn Euro mehr pro Monat erhält.
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Pflegeversicherung zahlt an 2,25 Millionen

Die Leistungen der Pflegeversicherungen nehmen derzeit 2,25 Millionen Menschen in Anspruch darunter über 1,5 Millionen die zuhause von ihren Angehörigen oder einem mobilen Pflegedienst betreut werden. Nach einer aktuellen Langzeitstudie der Krankenkasse AOK und der Universität Hamburg belastet die häusliche Pflege jedoch besonders die Geringverdiener. Die Bezieher kleiner Einkommen müssen die Pflege meist alleine organisieren, weil ihnen nur wenig Geld für Pflegehilfsmittel oder einem ambulanten Pflegedienst zur Verfügung steht. Da sie kaum Geld haben besteht für sie nur sehr bedingt die Möglichkeit sich nach der Pflege durch Schaffung eines Freiraums wie etwa Urlaub zu erholen.
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